Willkommen bei Gyroflights.de!

 

 

Der Gyrocopter

Gyrocopter in Aktion

Gyrocopter, Autogiros oder auch Tragschrauber genannt, sind in Deutschland seit 2003 für den Luftverkehr zugelassen. Dabei ist diese Version eines Luftsportgerätes der Ultraleichtklasse keine Neuentwicklung.

Bereits 1920 entwickelte der spanische Luftfahrtpionier Juan de la Cierva das Prinzip eines Flugzeuges, bei welchem ein Überziehen oder Trudeln nicht möglich ist - nachdem er mit einem Flächenflugzeug einen derartigen Unfall hatte. 1923 hob dann der erste flugfähige Tragschrauber in der Nähe von Madrid ab, die Weiterentwicklungen wurden für den Konstrukteur auch ein kommerzieller Erfolg, vor allem in den USA.

Selbst die deutsche Kriegsmarine erkannte während des zweiten Weltkrieges das Potenzial der Tragschrauber, so wurden unmotorisierte Tragschrauber vom Typ Bachstelze von deutschen U-Booten zur Aufklärung mitgeführt und auf See eingesetzt.

Die heutigen Hubschrauber wurden erst nach dem Tragschrauber entwickelt. Im Unterschied zu einem Hubschrauber kann ein Tragschrauber allerdings nicht hovern, seitwärts oder rückwärts fliegen und auch nicht senkrecht starten und landen.

Bei einer Minimalgeschwindigkeit von ca. 35 km/h genügt schon ein Gegenwind in der gleichen Stärke, um -ähnlich wie ein Hubschrauber - eine gewünschte Position zu halten. Der große Vorteil beim Tragschrauberfliegen liegt darin, dass Passagiere einen ungehinderten Rundumblick genießen können: Keine Streben, keine Plexiglaskanzel oder ein neben dem Fotografen sitzender Pilot beeinträchtigen die Sicht. Vor allem Fotografen schätzen den ungehinderten Rundumblick.

In Punkto Schnelligkeit kann sich ein Tragschrauber durchaus mit bekannteren Fluggeräten messen: Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 185 km/h sind die gewünschten Flugziele schnell erreicht.

Die Außentemperaturen sind bei passender Bekleidung bei diesem offenen Fluggerät Nebensache, es gibt Anschlüsse und Regler für heizbare Bekleidung, die über das Bordnetz mit Strom versorgt wird. Dann gibt es auch bei einem frischen Wind keine kalten Füße.

Bedingt durch die permanente Autorotation - der Rotor wird nur durch den Fahrtwind angetrieben - ist ein Gyrocopter ein sehr sicheres Fluggerät. Im Falle eines Motordefektes geht der Gyrocopter lediglich in ein leichtes Sinken über und holt sich auf diese Weise selbst die notwendige Rotordrehzahl. Dabei bleibt er voll steuerbar und benötigt zum Landen bei richtiger Landetechnik keine Ausrollstrecke - ein großes Plus an Sicherheit im Gegensatz zu allen Konstruktionen, die für den notwendigen Auftrieb auf eine Mindestgeschwindigkeit angewiesen sind.

Bei dem abgebildeten Tragschrauber handelt es sich um das Modell MTOsport der Fa. HTC Auto-Gyro mit einem 115 PS Turbolader-Motor der Fa. Rotax, Typ 914, weshalb auch sehr rasante Starts möglich sind, wenn man das geringe Eigengewicht des Tragschraubers in Relation zur Motorleistung setzt.

Bedingt durch die hohe Umdrehungsgeschwindigkeit des Rotors (an den Blattspitzen bis zu 600 km/h) durchschneidet ein Tragschrauber quasi die aufsteigende Luftmasse (=Thermik), es gibt keine Tragflächen, die als Hebel dienen könnten. Zusammen mit den stabilisierenden Kreiselkräften des Rotors liegt deshalb ein Tragschrauber auch bei stärksten thermischen Ablösungen immer ruhig in der Luft.

Die unschlagbare Agilität und Wendigkeit eines MTOsport begeistern jeden, der einmal mitgeflogen ist.